
Wie lassen sich Schülerinnen und Schüler heute für Naturwissenschaften begeistern? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Fachschaften Biologie, Chemie und Physik der Holderbergschule ein Schuljahr lang im Rahmen einer Qualifizierungsreihe der Hessischen Lehrkräfteakademie.
Unter dem Titel „Abenteuer Naturwissenschaften – Bausteine guten Unterrichts gemeinsam gestalten“ trafen sich die Lehrkräfte regelmäßig zu internen Fortbildungen. Ziel war es, den naturwissenschaftlichen Unterricht weiterzuentwickeln und so zu gestalten, dass alle Schülerinnen und Schüler – unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen – einen motivierenden Zugang zu naturwissenschaftlichen Fragestellungen erhalten.
Im Mittelpunkt standen dabei vor allem praxisnahe Ansätze. Die Themen der Veranstaltungsreihe reichten von der Förderung von Neugier und Kreativität über den Umgang mit Schülervorstellungen und naturwissenschaftlichen Modellen bis hin zu Fragen der Nachhaltigkeit sowie des Einsatzes digitaler Medien und künstlicher Intelligenz im Unterricht. So wurden beispielsweise digitale Werkzeuge für interaktive Unterrichtsphasen erprobt, differenzierende Experimentieranleitungen entwickelt und Unterrichtssequenzen geplant, in denen Schülerinnen und Schüler naturwissenschaftliche Fragestellungen eigenständig untersuchen. Ein Beispiel hierfür war die Planung von Lernarrangements zur Erforschung der Lebensbedingungen von Asseln. Darüber hinaus beschäftigten sich die Lehrkräfte mit Methoden, die Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, Fachbegriffe sicher zu verwenden, Versuchsergebnisse zu beschreiben und naturwissenschaftliche Zusammenhänge sprachlich präzise darzustellen.
Besonderen Wert legte die Fortbildungsreihe auf das eigene Experimentieren. So konnten die Lehrkräfte zahlreiche Versuche selbst durchführen, auswerten und hinsichtlich ihres Einsatzes in unterschiedlichen Lerngruppen reflektieren. Dabei entstanden viele Ideen und Anregungen, die direkt in den eigenen Unterricht übernommen und weiterentwickelt werden können. „Es ist unglaublich spannend, wie viele interessante Fragestellungen sich an so unscheinbaren Lebewesen wie Asseln untersuchen lassen. So habe ich Asseln noch nie betrachtet. Ich kann mir gut vorstellen, dass solche Experimente auch unsere Schülerinnen und Schüler begeistern werden“, berichtet eine teilnehmende Lehrkraft.
Die Bilanz fällt durchweg positiv aus: Die enge Zusammenarbeit der Fachschaften hat neue Perspektiven eröffnet und zahlreiche Impulse für einen modernen, experimentellen und schülernahen Unterricht geliefert. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit der Fachschaften Biologie, Chemie und Physik weiter ausgebaut werden, um naturwissenschaftliche Bildung an der Holderbergschule gemeinsam sichtbarer zu gestalten.
