Holderbergschüler zu Gast auf „der Brexit-Insel“

12 Schülerinnen und Schüler der Holderbergschule Eibelshausen konnten auch in diesem Jahr ein zehntägiges Praktikum im englischen Norwich absolvieren. Am Sonntag, den 24. März begann das kleine Abenteuer. In Begleitung von der Englischlehrerin Kirsten Weil ging es zunächst in Fahrgemeinschaften nach Frankfurt. Nach einer guten Stunde Flug nach London Heathrow, wurde die Reise in den Osten Englands mit dem Bus fortgesetzt, bis die Schülergruppe nach drei Stunden in Norwich, in der Grafschaft Norfolk, ankamen.

Mittagliches Treffen am „Forum“ in Norwich.

Vor dem Treffen mit den Gastfamilien waren alle Schüler sehr nervös, doch diese Nervosität verflog schnell, nachdem sie mit warmen Umarmungen und Willkommensgrüßen aufgenommen wurden.  Auf dem Weg zum Praktikumsplatz am nächsten Tag war diese Nervosität ein zweites Mal kurz zu spüren. Aber auch hier merkten die Jugendlichen sehr schnell, dass ihre neuen „Kollegen“ höflich, offen und hilfsbereit waren.

10 Praktikanten wohnten in Gastfamilien in Norwich. In zwei verschiedenen Kaufhäusern, einer Grundschule und im Rathaus erlangten sie Einblick in die englische Arbeitswelt. Neu war, dass zwei Schülerinnen an der renommierten Privatschule Town Close School ihr Praktikum absolvierten. Zwei Schülerinnen wohnten im benachbarten Wymondham und arbeiteten and der Wyondham High School.

Nach den ersten Arbeitstagen durften die Schüler und Schülerinnen am Donnerstagabend den „Evensong“, einen traditionellen und beeindruckenden Gottesdient, in der großen, tausend Jahre alten Kathedrale Norwichs, miterleben. Während wochentags Vollzeit gearbeitet wurde, stand am Samstag ein Ausflug in die Universitätsstadt Cambridge auf dem Programm. Vor der fachkundigen und kurzweiligen Stadtführung verschaffte sich die Gruppe zunächst einen Überblick über das historische Herz der Stadt. Bei wunderschönem Sonnenschein genossen die Holderbergschüler den Flair Cambridges. Nach der Stadtführung gab es noch genug Zeit zum Shoppen.

Der Sonntagmorgen begann – nun unter der Aufsicht von Sonja Heumann -- mit einer Stadtführung durch das bereits ins Herz geschlossene, mittelalterliche, aber auch moderne Norwich. Dann ging es mit dem Bus in die Küstenstadt Cromer, wo sich die Jugendlichen die schöne, aber auch windige Küste anschauten, Zeit am Strand verbrachten und das berühmte englische Fish & Chips kosten konnten. Auch an diesem Tag lachte die Sonne vom strahlend blauen Himmel.
Am Montagabend traf man sich nach der Arbeit zum Bowlen im „Hollywood Bowling“, um noch einmal das Miteinander zu genießen.

Dienstags verabschiedeten sich die Jugendlichen von ihren Praktikumsplätzen und am Mittwochmorgen dann von ihren Gastfamilien. Mit dem Bus ging es wieder an den Flughafen London Heathrow. Von dort aus mit dem Flugzeug nach Frankfurt und weiter Richtung Heimat.

Alle Jugendlichen wurden von den Familien und den Betreuern an den Praktikumsstellen für ihr Engagement und ihre Sprachkenntnisse gelobt und eingeladen, Norwich doch wieder einmal zu besuchen. Vom Brexit-Fieber war während des Aufenthalts nichts zu spüren. Die Aufnahme in den Gastfamilien war durchweg herzlich und offen. Mit dem Wetter hatte die Gruppe großes Glück. Nur an den letzten beiden Tage gab es ein bisschen Nieselregen.

Abschließend muss gesagt werden, dass es 10 aufregende, aber auch anstrengende Tage waren. Dieses lohnenswerte Projekt wäre ohne die großzügige Unterstützung der Sparkasse Dillenburg und der Rittal Foundation nicht möglich gewesen. Auch die beiden Betreuerinnen, Kirsten Weil und Sonja Heumann sowie die Organisatorin Andrea Kluth haben zum Erfolg dieses langjährigen Projekts beigetragen. Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle dafür!