Holderbergschüler trotzen dem schlechten Apfeljahr - „Marthas Mobile Mosterei“

„Auf die Holderbergschüler ist Verlass!“, freute sich Axel Schmidt von „Marthas Mobiler Mosterei“. Obwohl in den Gemeinden Eschenburg und Dietzhölztal kaum ein Apfel an den Bäumen hing, hatten Sechst- und Siebtklässler anderthalb Tonnen geerntet.

Axel Schmidt wartet mit den Holderbergschülern auf die Befüllung der Kartons.

Das war die Mühe wert! Aus anderthalb Tonnen Äpfeln wurde Apfelsaft gepresst.

Nach erfolgreicher Arbeit wird ein Apfel verzehrt.

Nachdem der späte Frost im Mai die eigene Ernte auf der Streuobstwiese der Holderbergschule zunichte gemacht hatte, schaute sich die Projektleiterin der Naturparkschule, Janine Strycker, nach tragenden Bäumen um. Schließlich war die letztjährige Apfelsaftproduktion schon gänzlich in der Schulgemeinde verkauft oder bei Schulveranstaltungen ausgeschenkt worden. Nachschub des gesunden Saftes, mittlerweile schon ein Markenzeichen der Holderbergschule, musste her.

In Herborn-Seelbach fand sich eine Streuobstwiese. Nur zu gerne stellten die Besitzer, Mechthild und Walter Schmitz sowie die Metzgerei Mast, ihr Obst zur Verfügung. Sie freuen sich sehr, dass junge Leute den Wert des Apfels zu schätzen wissen und sich zur Erntearbeit auf den weiten Weg gemacht hatten.

„Marthas Mobile Mosterei“ lief am vergangenen Mittwoch ab 9:30 Uhr nicht nur zur Freude der Holderbergschüler, sondern auch zum Staunen einiger Grundschüler und Kindergartenkinder, die eigens für dieses Spektakel vorbeigekommen waren. Mit großen Augen verfolgten sie, wie die Holderbergschüler die Äpfel auf das Förderband schütteten, den Waschvorgang des Obstes kontrollierten und den Trester auf einen, von der Familie Reeh aus Wissenbach extra hierfür bereitgestellten Anhänger, verteilten. Wenn dann der vorgefilterte, naturtrübe und auf 80 Grad erhitzte Saft in Beutel abgefüllt worden war, füllten die Erntehelfer diese nur noch in Kartons und stapelten diese auf Tischen und Bänken.

Private Obstbauern aus den umliegenden Dörfern, die am Nachmittag die Obstpresse hätten nutzen können, blieben dieses Jahr aus. Sie alle hoffen auf ein besseres Apfeljahr in 2020.