Großer Ernteeinsatz an der Holderbergschule- „Naturparkaktivisten“ schätzen den Wert des Apfels

Nicht nur Tobias Schönau musste schwer tragen.

Sorgsam müssen die Lageräpfel geerntet werden.

Stolz präsentiert Matthäus Kajdalov seine handverlesene Ernte.

An der Obstpresse wurde hygienisch und akkurat gearbeitet.

„Wann können wir endlich ernten?“ Diese, fast schon ungeduldige Frage stellt sich so mancher „Naturparkaktivist“ der Holderbergschule, der das ganze Jahr über die schuleigene, 1 Hektar große Streuobstwiese hegt und pflegt. Im gleichnamigen Wahlpflichtkurs der Jahrgangsstufe 7 dreht sich alles um den Obstbaum und die besondere ökologische Bedeutung einer Streuobstwiese.

Die Naturparkschüler erlernen das Veredeln, legen Neupflanzungen an, führen im Frühjahr den Obstbaumschnitt durch, fällen bei Bedarf alte Bäume und errichten mit dem Geäst Benjeshecken, setzen sich mit alten regionalen Obstbaumsorten auseinander, lernen sie zu bestimmen und kartierenso den eigenen Baumbestand.

Doch den Höhepunkt des Jahres stellen immer noch die Erntezeit und die Verarbeitung des Obstes dar. Ende September war es endlich so weit. Während der Wahlpflichtkurs die schuleigene Wiese aberntete, fanden sich andere Siebtklässler, die sich um eine private Wiese kümmerten, die der Besitzer, ein Förderer der Holderbergschule, zur Verfügung gestellt hatte. Ihm selbst wächst die Ernte - wie vielen anderen Obstbauern auch - über den Kopf und er ist begeistert, dass die jungen Leute an der Naturparkschule das Obst so zu schätzen wissen.Anderthalb Tonnen waren schließlich die Früchte der Arbeit, die am darauf folgenden Tag zu Saft verarbeitet werden sollten. Hierzu reiste eigens „Marthas Mobile Mosterei“ aus Beilstein an die Holderbergschule, mittlerweile ein im dörflichen Leben etabliertes Ereignis. Von 9:00 Uhr morgens bis in die Abendstunden hinein gab es für die Schüler viel zu tun, selbstverständlich unter Einhaltung der Coronaregeln: Nicht nur das eigene Obst, sondern auch die 5 Tonnen schwere Ernte der privaten Obstbauern wurde auf das Förderband geschüttet, der Waschvorgang des Obstes kontrolliert, der Trester auf dem Anhänger verteilt und schlussendlich der heiße Saft abgefüllt, und in Kartons verpackt und auf Tischen und Bänken gestapelt.Die eigene Ernte belief sich am Ende des Tages auf 150 3-Liter-Boxen, die nun in der Schulgemeinde verkauft werden und weiteren Projekten der Naturparkschule zu Gute kommen.

„Was für eine gelungene Aktion!“ Darüber waren sich Martha Schmidt und die Projektleiterin Janine Strycker einig. Schon heute freut man sich auf die nächste Ernte im Oktober 2021!