Babybedenkzeit - Holderbergschüler lernen „Baby“ Schüler der Holderbergschule lernen den richtigen Umgang mit einem „eigenem“ Baby

Dank des Projekts „Babybendenkzeit“ des Caritasverband Wetzlar e.V. konnten die Schülerinnen und Schüler der 9. Haupschulklasse der Holderbergschule ausprobieren, was es bedeutet, sich um ein Baby zu kümmern.

 

Unter fachlicher Unterstützung einer Pädagogin und einer Familienhebamme erhielten die Jugendlichen einen Einblick in den Elternalltag. Mit 10 Babysimulatoren übten sie Pflege des „Säuglings“, der computergesteuert immer wieder auf die „Eltern“ reagierte. Diese erlebten, wie sich ihr Leben verändert und welche Verantwortung sie im Rahmen der Elternschaft übernehmen müssen.

Während des Projektes bekamen die „Mütter und Väter“ einen Säugling zugeteilt, der mithilfe eines Chips am Armband der Schüler mit ihnen verkoppelt wurde. Damit wurde gewährleistet, dass nur die Schüler sich um das Baby kümmern, wenn dieses gewickelt, getröstet, gehalten, gewiegt oder beruhigt werden wollte. Die Babys machten sich dabei auch lautstark bemerkbar und strapazierten nicht selten die Nerven der Schülerinnen und Schüler. Auch im Alltag – so beim Einkaufen – waren die Schützlinge ständige Begleiter. Eine nächtliche Betreuung war ebenfalls möglich.

Dass Babypflege nicht nur Frauensache ist, bewiesen die Jungs der Klasse, indem sie sich ebenso verantwortungsbewusst um die Säuglinge kümmerten wie die Mädchen. Bei der Auswertung der Computerchips im Babysimulator konnte man danach feststellen, wie gut sich die Jungen im „ihr“ Baby gekümmert hatten. Dabei wurden auch Gefahren wie das lebensbedrohliche Schütteln oder ein eventueller zu grober Umgang mit den Babys thematisiert.

Während des Projektes gab es viele Anlässe zu Gesprächen und Diskussionen über die Frage des Zeitpunktes einer Elternschaft, über Gefahren von Drogen und Alkohol in der Schwangerschaft oder die Geburt eines Kindes.

Am Ende hatten die Schüler einen besseren Einblick in die Verantwortung von Eltern und ein größeres Verständnis für ihre eigenen Eltern. In Zukunft sollen auch weitere Klassen der Holderbergschule an diesem Projekt teilnehmen.